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Ausbildungsportal des LFB Sachsen e.V. - Beratung

Ausbildung
...freie Sicht auf die Zukunft

Eine Lehrstelle zu finden, ist ja nicht gerade die leichteste Übung. Aber keine Panik. Das hier wird dich aufmuntern: Freiberufler hatten für Azubis schon immer sehr viel übrig.

Ausbildungsplätze in den Freien Berufen sind ziemlich angesagt. Ist ja auch kein Wunder. Sie sind vielseitig und abwechslungsreich – da kommt keine Langeweile auf. Sie sind anspruchsvoll und qualifiziert – da hat man seinem zukünftigen Chef eine Menge zu bieten. Übrigens kann man mit guten Noten auch neue Wege gehen und bei Versicherungen, Banken, Verwaltungen etc. unterkommen. Auch die IHK hilft dir weiter. Denn da sind solche Ausbildungsberufe registriert, die nicht ausschließlich den Freien Berufen zuzuordnen sind. Z.B. bei Ingenieuren und Architekten. Schau einfach mal rein: www.ihk.de

Wo suche ich denn überhaupt nach einer Lehrstelle?
Ausbildungsplätze gibt es nicht wie Sand am Meer. Aber es ist auch nicht so wie mit der berühmten Nadel im Heuhaufen. Hier ein paar Tipps, wo man suchen kann.

  • Lesen bildet: Die Stellenanzeigen der Tageszeitungen sind ein Muss. Genau wie die Fachtitel der einzelnen Bereiche. Die Jobbörsen im Internet lohnen sich ebenfalls. Weiterhelfen können auch die Kammern der Freien Berufe. Oder die Berufsberater des Arbeitsamtes.
     
  • Manchmal wirkt Vitamin B. Vielleicht hat ja ein Cousin des Vaters eines Freundes eine Idee. Und mal an eine eigene Suchanzeige gedacht? Oder daran, aktiv in Kontakt zu einem Unternehmen zu treten? Übrigens kommt mancher auch über ein Praktikum an eine Lehrstelle.

Wie bewerbe ich mich konkret?
Jetzt ist viel Mühe gefragt. Denn für einen ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Damit deine Unterlagen nicht herumfliegen, brauchst du eine Bewerbungsmappe. Und das hier gehört hinein:

  1. Tabellarischer Lebenslauf. Er muss ordentlich, übersichtlich und lückenlos sein. Persönliche, schulische und berufliche Dinge haben hier was zu suchen.
     
  2. Beglaubigte Zeugniskopien. Man kann viel behaupten. Du musst es aber beweisen.
     
  3. Personalisiertes Anschreiben. Kurz, prägnant und sauber. Der Empfänger muss einiges über dich erfahren. Warum bewirbst du dich genau auf diese Stelle? Warum bist gerade du geeignet dafür? Was hast du, was andere nicht haben?
     
  4. Foto nicht vergessen. Es muss aktuell, professionell gemacht und ein Portrait sein. Deine Urlaubsfotos lässt du besser in der Schublade.

Sollte dann ein Vorstellungstermin ins Haus flattern: ruhig Blut. Guck erstmal ins Internet, ob der Ausbilder eine Homepage hat. Die könnte dir Wissensvorsprung geben. Und dann: tief durchatmen. Ordentlich anziehen, aber nicht verkleiden. Pünktlich auftauchen, aber nicht hetzen. Man selbst sein, nicht schauspielern. Und immer schön ehrlich bleiben.

Wie kann ich überleben, wenn ich erstmal Azubi bin?
Mal angenommen, es hat geklappt, und du hast den Vertrag in der Tasche. Was dann? Erstmal ordentlich feiern. Und danach fängt er an, der so genannte Ernst des Lebens. Mit der Probezeit. Diese ein bis drei Monate sind für dich und für deinen Chef sinnvoll. Du findest heraus, ob dir die Arbeit gefällt. Dein Chef stellt fest, ob er mit dir zufrieden ist. Die ersten Wochen sind also für dich eine Art Überlebenstraining. Aber keine Angst. Es ist zu schaffen. Gib einfach alles. Sei pünktlich, zielstrebig, neugierig und hilfsbereit. Stell Fragen. Und Ansprüche – an andere und an dich. Aber lass dir nicht alles gefallen. Und wenn’s Probleme gibt, sprich mit den Ausbildungsberatern der Kammern.

Solche Fragen kommen dir sicher bekannt vor. Und vermutlich schwirren dir noch mehr davon im Kopf herum. Soviel vorweg: Von nichts kommt nichts.
Auf Glück, Zufall oder die gute Fee zu warten, hilft dir nicht weiter.

Deine Strategie sollte sein: Sei dir deiner Stärken, Interessen und Fähigkeiten bewusst. Ergreif die Initiative. Mach dich schlau – schlauer als andere.

 

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